Shibari Fesseltreffen in Forchheim
Fesseln wie im Wohnzimmer
International spricht man von Rope Jams, in Japan von Nawa Kai,
bei uns ist es ein Shibari Fesseltreffen in Forchheim.
Ein persönlicher Raum für Shibari und Kinbaku im japanischen Stil, offen für alle, die diese Kunst weiter erforschen und leben wollen.
Ein Ort der Begegnung und Kommunikation,
für berührende Eindrücke und fesselnde Momente im Seil.
Was ist ein Fesseltreffen?
Eine offene Veranstaltung rund um die japanische Seilkunst Shibari und Kinbaku.
Ein Raum für Begegnung, Praxis und Beobachtung.
Kein Workshop, keine Show, kein Clubabend.
Sondern ein Raum, in dem Menschen aktiv oder passiv im Seil sein möchten, zum Üben, Entdecken, Vertiefen oder einfach zum Erleben.
Unterschiedliche Erfahrungsstände, Altersgruppen und Philosophien treffen hier aufeinander.
Genau das macht den Reiz und manchmal auch die Reibung aus.
Wie läuft der Abend ab?
Wir beginnen mit einer kurzen Vorstellungsrunde, um voneinander zu erfahren und herauszufinden, wer heute offen für eine neue Begegnung ist und wer heute mit einem festen Partner da ist.
Danach startet das freie Fesseln. Ihr könnt euch verabreden, euch neu begegnen oder bestehende Dynamiken vertiefen.
Manchmal gibt es zusätzlich eine weitere Gesprächsrunde ca. zur halben Zeit und zum Abschluss.
Wer möchte, kann teilen, was bewegt hat, schöne Momente ebenso wie Irritationen. Austausch gehört für mich zu einem lebendigen Lernraum dazu.
Diese Runden sind nicht für jeden leicht. Wir verstehen sie als Einladung, voneinander zu lernen, auch aus dem, was nicht funktioniert hat.
Wie viele Plätze gibt es?
Es stehen maximal sieben Fesselplätze zur Verfügung.
Davon bieten vier Plätze die Möglichkeit für Suspension. Wenn mehrere gleichzeitig in die Luft möchten, achten wir auf eine faire Rotation.
Matten sind vorhanden, Sitzkissen ebenfalls.
Was wird gestellt?
Matten für alle Fesselplätze
einige Sitzkissen für bequemes Arbeiten am Boden
Wasser, Tee, Schorlen
In der Regel etwas kleines Fingerfood
Bitte bringt eine eigene Decke mit, wenn ihr unsere Matten nutzt.
Was sollte ich mitbringen?
Passive Teilnehmer bringen idealerweise eine eigene Decke mit.
Aktive Fessler sollten eigene Seile mitbringen und grundlegende Knoten sicher beherrschen. Risiko- und Konsensverständnis sind Voraussetzung.
Je nach Spielart ist es aus hygienischen Gründen sinnvoll, eigene Seile zu verwenden.
Kann man alleine kommen?
Ja.
Bitte jedoch ohne feste Erwartung, an diesem Abend zwingend zu fesseln oder gefesselt zu werden.
Die Vorstellungsrunde hilft, ein Gefühl füreinander zu bekommen. Was sich daraus ergibt, entscheidet das Treffen.
Manchmal entsteht sofort eine Begegnung. Manchmal bleibt es beim Zuschauen. Auch das kann eine wertvolle Erfahrung sein.
Wer trägt Verantwortung?
Jeder für sich selbst.
Und wenn ihr als Paar kommt, auch füreinander.
Ein zentrales Lernfeld im Shibari ist Selbstverantwortung:
Eigene Grenzen wahrnehmen.
Sie aussprechen.
Und sie im Zweifel auch verteidigen.
Ein Nein bleibt ein Nein.
Nachfragen ist erlaubt, um etwas besser zu verstehen, nicht um jemanden zu überreden.
Wenn dich etwas irritiert oder unsicher macht, sprich mich oder Kara einfach an.
Der Raum ist klein und einer von uns ist sicherlich nicht weit.
Welche Rolle habe ich als Gastgeber?
Ich halte den Rahmen.
Ich beobachte aufmerksam und greife ein, wenn ich den Eindruck habe, dass etwas gefährlich wird oder jemand nicht mehr sicher ist.
Ich betreibe kein Mikromanagement, sondern vertraue auf erwachsene Kommunikation.
Wenn es Unsicherheiten gibt, kann ich gerne etwas zeigen oder erklären, sofern es gerade in die Gruppenenergie passt.
Was sind die klaren Grenzen des Raumes?
Keine sexuellen Handlungen
Keine lauten oder extremen BDSM-Szenarien
Kein Konsensbruch
Bitte nutzt keine Schmerzmittel, Drogen oder Alkohol, wenn ihr im oder am Seil seid.
Arbeitet innerhalb eurer Fähigkeiten.
Wir orientieren uns an SSC:
Safe – sicher.
Sane – vernünftig.
Consensual – einvernehmlich.
Mit „Safe“ meine ich nicht absolute Sicherheit.
Shibari bringt immer Risiken mit sich. Gemeint ist ein bewusstes und verantwortliches Handeln innerhalb eines vernünftigen und einvernehmlichen Rahmens.
Ichis Gedanken zum Fesseltreffen
Hin und wieder bin ich einfach nur Raumhalter und ich genieße diese Rolle sehr.
Als Veranstalter gibt es manchmal die Erwartung, sich ebenfalls in Begegnungen im Seil zu begeben.
Ich tue das ausschließlich, wenn ich selbst Lust darauf habe und nicht, um einen Wunsch zu erfüllen oder eine Erwartung zu bedienen.
Begegnungen im Seil sind für mich wertvolle Erlebnisse, die ich nicht leichtfertig eingehe.
Wenn sich jemand beim Fesseltreffen von mir fesseln lässt, sollte bewusst sein, dass ein Teil meiner Aufmerksamkeit immer beim Raum bleibt. Ich bin in solchen Momenten nicht zu hundert Prozent nur im Fesseln, sondern halte gleichzeitig den Rahmen.
Für alle anderen gilt: Ich bin Veranstalter und jederzeit ansprechbar.
Ich freue mich über all die Fesseltreffen, die ich bisher anbieten durfte – und über die, die noch kommen werden.
Das Seil ist ein Medium mit endlosen Möglichkeiten.
Und ich entdecke darin immer wieder Neues.
